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Weiter beissen oder hinter den 7 Müllbergen (UA) | Penguin's Days 2023 | Die Räuber der Herzen | Silence (UA) |

Weiter beissen oder hinter den 7 Müllbergen (UA)

WEITER BEISSEN ODER HINTER DEN 7 MÜLLBERGEN (UA) 

Team

KIDSCLUB

Mit: 
Julius Albustin 
Sophia Wacker 
Milla Plonka 
Marélie Soulier 
Ruben Jagmann 
Anna-Sophia Gruschka 
Paul Vlaminck-Zimmer 
Johanna Mejza 
Maja Nelles

Inszenierung: Emma Kaufmann 

Premiere: 12.05.2023, Studio 

 

Fotos: Bettina Engel-Albustin

Schneewittchen und die 7 Zwerge – ein bekannter Märchenklassiker. Vertrieben aus ihren eigenen vier Wänden wird das junge Mädchen ihrem eigenen Schicksal überlassen. Der Kidsclub des Schlosstheater Moers entwickelt die alte Geschichte neu. Wenn selbst Google Maps und die Smartphone Assistenten den Geist aufgeben, ist man im Funkloch aufgeschmissen – wie gut, dass die Waldbewohner*innen sofort zur Stelle stehen. Zwischen ihrem Zuhause und der neuen Umgebung fällt Schneewittchen in ein persönliches Dilemma und muss der Wahrheit ins Auge blicken: zurückschauen oder weiterdenken?

Weiter beissen oder hinter den 7 Müllbergen (UA)

Wie wäre das, wenn Schneewittchen in der heutigen Zeit leben würde? Würde sie Müll trennen, sich fürs Klima einsetzen und im Wald nach einer Internetverbindung suchen? […] Gleich zu Beginn faszinierend: Es waren nahezu keine Requisiten nötig, um die grandiose Botschaften des Stücks herüberzubringen. […] Wie Profis schlüpften sie schnell in die Rolle der sieben Zwerge, die gestreifte Schlafmützen trugen und zum Welthit „YMCA“ einmarschierten. Dann trat Schneewittchen auf – als angeklebte Klimaaktivistin wollte sie die Waldabholzung durch ihre Stiefmutter verhindern. Die schließende Mitteilung, weiterzudenken und nicht vor der Zukunft davonzulaufen, rundete die gelungene Vorführung der Nachwuchsschauspielenden ab und wurde mit stehenden Ovationen belohnt.
(Larissa Wettels, NRZ)
 

Pressestimmen

Penguin's Days 2023

PENGUIN'S DAYS 2023

Penguin's Days 2023

 

 

Einen Raum bieten für Toleranz, Respekt, gegenseitige Wertschätzung und Verständigung ist traditioneller Auftrag der Penguin’s Days. Die 31. Ausgabe fand vom 03. bis 16. März 2023 statt und brachte neun Inszenierungen aus Deutschland und den Niederlanden nach Moers.
Unter dem Motto „Teilen und Mitteilen“ wurde die Vielfalt der künstlerischen Ideen und Strategien erkundet, die das zeitgenössische Theater für junges Publikum ausmachen. 
Gewiss bedeutet „Teilen und Mitteilen“ Kommunikation - und durch diesen Austausch haben wir die Möglichkeit Dinge neu und anders zu betrachten, Sichtweisen zu spiegeln und Verbindungen zu schaffen - zu anderen Menschen, aber immer auch zu uns selbst.

„Wolle und Gack“ vom Musiktheater Lupe aus Osnabrück

„Sesam öffnet sich – Ein Viereck (k)reist durchs Kugelland“ vom L’una Theater aus Beulich

„Silence – Oder wie ich aus dem Fenster klang“ von der Jungen Bühne Bochum

„Wok Wok Wok“ vom Figurentheater Hille Pupille aus Dülmen

„Gänsehaut und Espenlaub“ von Hennermanns Horde aus Frankfurt am Main

„Grrrls“ vom Kom’ma Theater aus Duisburg

„Wem gehört die Straße?“ vom Consol Theater aus Gelsenkirchen

„All das Schöne“ eine freie Produktion von Jessica Schultheis aus Saarbrücken

Gastspiele

Familientag

 

 

Am Familientag wurde dieses Jahr das Stück „HANDS UP!“ vom Puppentheater Lejo aus den Niederlanden präsentiert. Mit bloßen Händen und Holzaugen verkörperte Lejo eine einmalige, frische Form des Puppentheaters. In einem großen blauen Theater zeigten die Puppen ihre Künste. Mitspieler:innen waren ein cooler Hund, zwei Stepptänzer, eine Kuh mit einem Essproblem, ein ganzer Kinderchor inklusive Dirigent und viele andere.

Sonderpreis in der Kategorie "Beste Symbolik & Bildsprache": 
"Wem gehört die Straße?" vom Consol Theater Gelsenkirchen

Jury-Zitat: „Uns hat besonders überzeugt, wie einfach zu erkennende Symbole und Settings uns einerseits im Handumdrehen mit in ein fiktives Zukunftsszenario genommen und gleichzeitig immer wieder auf aktuelle Probleme im Hier und Jetzt verwiesen haben. Da wäre zum Beispiel die Bushaltestelle, die erstmal harmlos aussieht, gleichzeitig aber auch einen öffentlichen Gefahrenraum für viele Frauen repräsentiert. (…) „Wem gehört die Straße?“ zeigt anschaulich, dass Teamwork ein zentrales Element für jede gesellschaftliche Veränderung ist. Die Figuren waren fast die ganze Zeit zusammen auf der Bühne und haben sich gegenseitig unterstützt. Zwar hatten sie unterschiedliche Gründe die Straße zurück zu erobern, aber gesehen haben wir sie als gut funktionierende, vielseitige Gruppe.“

Preisverleihung des Goldenen Pinguin's

Die Räuber der Herzen

DIE RÄUBER DER HERZEN 

VON BONN PARK NACH FRIEDRICH SCHILLER

Team

JUNGES ENSEMBLE

Mit: 
Hendrik Eller
Farahs Emami 
Helge Gebel 
Sven Hamacher 
Simon Lemmer 
Olivia Nowik 
Nele Spettmann 
Noel Telizin 
Michel Kleine Vennekate 
Lissy Zerban

Inszenierung: Kathrin Leneke

Premiere: 24.02.2023, Studio 

 

Fotos: Bettina Engel-Albustin

Karl Ozean kommt aus dem Gefängnis frei – und hat nichts Besseres zu tun, als sofort den nächsten Coup zu planen. Bloß soll es dieses Mal moralisch korrekt dabei zugehen: Niemand wird verletzt, niemand wird unterdrückt, niemand wird getötet. Unter den Prämissen des respektvollen Miteinanders und der flachen Hierarchie am Arbeitsplatz, trommelt Karl seine Räuberclique zusammen und beginnt mit ihnen den Überfall auf das Casino seines Vaters zu proben. Im Spiel, zum Schein, auf der Theaterbühne wird getrickst, geübt und Energie getankt, bis der perfekte Plan gefunden ist. Doch darf man nur da anarchisch sein, wo es keine irreversiblen Folgen gibt?
Autor Bonn Park kombiniert Handlungselemente von Friedrich Schillers „Die Räuber“ mit Motiven aus dem Gangsterfilm „Ocean’s Eleven“ und erschafft so ein modernes, assoziatives Stück über das Lebensgefühl der totalen Verunsicherung und die Suche nach einer schillernden „Alles-wird-gut“-Utopie.

Die Räuber der Herzen

Die Schauspielenden raubten die Herzen des Publikums jedenfalls bei der Premiere schon im Nu: Passioniert, mit vollem Körpereinsatz und mit Klischees spielend hauchten die Nachwuchsschauspielenden den unterschiedlichen Charakteren vom pessimistischen Brummbär bis zum Volloptimisten Leben ein.
(Larissa Wettels, NRZ)
 

Pressestimmen

Silence (UA)

SILENCE (UA)

Team

YOUNGSTERSCLUB

Mit: 
Ronya Frank 
Ben Kiehne 
Arvid Schrör 
Judith Klumb 
Emma Lampke 
Nelly Albinus 
Ida Schreiber

Inszenierung: Emma Kaufmann

Premiere: 09.09.2022, Studio 

 

Fotos: Bettina Engel-Albustin

Ein Experimentierraum. Sie werden eingeladen, an einem Versuch teilzunehmen. Wie lässt sich ein Zustand beschreiben, der uns stumm macht? Der uns zur Verzweiflung bringt und Hoffnung schöpfen lässt? Der ein Fluchtweg sein kann. Oder ein Ort voller Hilflosigkeit. Wie laut kann die Stille sein? In einer Welt, die sich immer schneller dreht, erscheint ein Ausflug zur Gegenseite wie ein gewollter Sinneswandel. In welchen Momenten sich der Mensch entscheidet, sich vollkommener Ruhe hinzugeben, bleibt ein individuelles Rätsel – was aber passiert, wenn er die Chance bekommt, diese Sehnsuchtsmomente zu benennen?
Der Youngstersclub des Jungen Schlosstheater Moers versucht in einem Labor das abzubilden, was man nicht sehen kann und startet einen Forschungsversuch aus
dem hervorgehen soll, ob die Beziehung zwischen dem Menschen und der Stille noch zu retten ist.

Silence (UA)

Atemlose Stille am Ende der Aufführung. Als das ständig auf die Ohren feuernde Geräusch – als stünde man im Sturm – endlich verstummt, sitzen die Zuschauer im Studio des Schlosstheaters regungslos und genießen die Ruhe. In dem Fall ein Hochgenuss. […] Theaterpädagogin Emma Kaufmann, selbst noch ausgesprochen jung, hat ein kompliziertes Thema eindrucksvoll fürs Theater inszeniert.
(Eva Arndt, NRZ)
 

Pressestimmen

Gut eine Stunde lang näherten sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des „Youngstersclubs“ in der Premiere ihres Stückes dem Phänomen „Stille“ von vielen verschiedenen Seiten. So gab es darin zum Beispiel eine rosarot beleuchtete, betont stille Yogaszene, eine aus zahlreichen nachdenklichen Wortmeldungen bestehende Schulstunde, aber auch einen heftigen Streit, bei dem einer aus ihrer Runde lautstark und aggressiv niedergeschrien wurde. Das Stück endete mit einem permanenten Brummton, der plötzlich stoppte, während gleichzeitig das Licht ausging. So verharrten die Zuschauer eine Weile mucksmäuschenstill im Dunklen, bis einer von ihnen klatschte, das Licht wieder anging und sich schließlich auch die anderen seinem Applaus anschlossen.
(Jutta Langhoff, Rheinische Post)
 

Pressestimmen