Junges STM

Penguin's Days 2018 | Märtyrer | Tick Tack - Auf der Suche | Die lächerliche Finsternis | NACH UNS DAS ALL oder DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE |

Penguin's Days 2018

PENGUIN'S DAYS 2018

Penguin's Days 2018

 

Unter dem Motto „Ey Puppe“ fanden vom 18. bis 28. Juni 2018 die Penguin’s Days statt. In den vorherigen Ausgaben des Festivals waren immer wieder Figurentheaterinszenierungen zu Gast, wurden mit Goldenen Pinguinen ausgezeichnet und hatten gezeigt, dass sie eine ganz eigene Kunstform darstellen. Daher stand das Figurentheater bei den 26. Penguin’s Days im Mittelpunkt. Das Theater Tieret aus Belgien, welches 2017 im Rahmen von WESTWIND erstmals in Deutschland zu Gast war, nahm mit der Inszenierung „Sonderlich und Söhne“ an dem Festival teil. Die 26. Ausgabe verzeichnete so viele Klassiker wie noch nie: „Der Fall Hamlet“, „Macbeth für Anfänger“ und „Faust. Eine Verdichtung“ zeigten, wie reizvoll und originell es sein kann, wenn sich Figurentheaterspieler:innen großer Stoffe der Theaterliteratur annehmen. 

 

„Was Sachen so machen“ von Thalias Kompagnons aus Nürnberg

„Vom Fischer und seiner Frau“ vom Reddogtheater aus Berlin

„Der Froschkönig oder der Eiserne Heinrich“ vom Theater Urknall aus Berlin

„Sonderlich und Söhne“ vom Theater Tieret aus Sint-Niklaas aus Belgien

„Das Mädchen mit der roten Kappe“ vom Kölner Künstler Theater 

„Faust. Eine Verdichtung“ vom Theater Töfte aus Halle (Westfalen)

„Macbeth für Anfänger“ von Thalias Kompagnons aus Nürnberg

„Der Fall Hamlet“ von der Schäfer-Thieme-Produktion aus Berlin

Gastspiele

Goldener Pinguin: „Sonderlich und Söhne“ vom Theater Tieret aus Belgien

Jury-Zitat: „Die Inszenierung ist emotional sehr dicht. Wir wurden oft zum Lachen gebracht, haben aber auch mal die eine oder andere Träne verloren.“

Sonderpreis für sehr virtuoses Puppenspiel: „Der Froschkönig oder der Eiserne Heinrich“

 

 

Preisverleihung des Goldenen Pinguin's

Über das Festival:
Die Penguin´s Days machen es möglich: Das Figurentheater steht als eigene Kunstform im Mittelpunkt. Das Konzept: Jeder, egal ob groß oder klein, kann das Theater kennen und lieben lernen.“ (Larissa Wettels, NRZ)

Über die Abschlussveranstaltung: 
„Runge und Hüttinger ließen vor rund 20 Teilnehmern an der Preisverleihung das Festival noch einmal Revue passieren. Für Runge war Shakespeare ein „heimlicher Schwerpunkt“, Hüttinger freute sich, dass es gelungen ist, „kleinen Objekten Leben einzuhauchen. Das sind die wahren Schätze“. Runge lobte noch vor der Preisverleihung den „guten europäischen Kulturaustausch mit dem belgischen Theater“. Runge: „Auch hier kann man sehen, dass Abschottung der falsche Weg ist.“ (Matthias Alfringhaus, NRZ)

 

 

Presse

Märtyrer

MÄRTYRER

VON MARIUS VON MAYENBURG

Team

Mit: 
Nina Duhr, 
Jens Franken, 
Valentin Linse, 
Regine Meyering, 
Lennart Mross, 
Stefan Otto-Bach, 
Selin Südemer, 
Nicolas Wagener


Inszenierung: Holger Runge

Premiere: 16.05.2018 in der Kapelle an der Rheinberger Straße

 

Fotos: Nils Fröhlich

Benjamin Südel will nicht mehr zum Schwimmunterricht. Mädchen im Bikini würden seine religiösen Gefühle verletzen, behauptet er. Während seine Mutter alles als dummen Scherzabtut, vermutet die Biologielehrerin Frau Roth, dass hier ein junger Mensch um Hilfe ruft. Während die Pädagogen immer hilfloser werden, rekrutiert Benjamin einen ersten ergebenen Jünger. Er stiftet den von den Mitschülern gemobbten Georg zu einem Attentat an. Die Eskalation scheint unvermeidlich. Als Frau Roth schließlich Benjamin entgegentritt, ist sie es, der man keinen Glauben schenkt. Sie selbst wird zur Märtyrerin. 

Märtyrer

„Es ist eine Geschichte von Perfektion und Imperfektion, von religiösen Idealen und Realitäten, vom Menschsein: Das junge Schlosstheater Moers zeigt aktuell ein Stück, das berührt. (…) Der Kapellenraum erschien wie gemacht für eine Theaterszenerie: Alles wirkt klein und doch ist genügend Platz. Wer über die Stufen hinaufstieg, erblickte das Szenario von oben. Unten saßen die Zuschauer mitten im Bühnengeschehen. Was dann begann, war ein dramaturgischer und schauspielerische Kunstgenuss. (…) Überzeugend kühl, starrsinnig und gleichzeitig nachdenklich gespielt von Valentin Linse ist Benjamin die Hauptfigur. Er sagt der Sittenlosigkeit den Kampf an. „Von mir hat er das nicht“ beteuert sein Religionslehrer Menrath, grandios gespielt von Jens Franken. Deutlich wird: Extremismus kennt viele Gesichter. Links- und rechtspolitisch, christlich, islamistisch sind nur einige der vielen Facetten. Letztlich bleibt das Menschliche, das im Stück in den Vordergrund rückt. Zurecht gab´s großen Applaus für die gelungene Premiere.“ 
(Larissa Wettels, NRZ)

Pressestimmen

Tick Tack - Auf der Suche

TICK TACK - AUF DER SUCHE

Team

KIDSCLUB

Inszenierung: Robert Hüttinger

Premiere: 01.03.2018 in Studio des Schlosstheaters

 

Im Stück wird eine Mitschülerin vermisst und schnell wird klar, dass sie von einer bösen Hexe (gespielt von Lena Entezami) entführt wurde. Also begeben sich fünf tapfere Mädchen auf die Suche nach ihr und begegnen in einer anderen Welt verschiedensten Kreaturen und Figuren.

Thematisch befasst sich das Theaterstück mit Eigenarten verschiedener Gruppen. So dreht sich bei den Trollen alles um eine gute Gemeinschaft und was diese ausmacht, aber auch um Spaß am Spiel. In einer Welt zwischen Gemeinschaft und Individualität zerbricht die Gruppe der Suchenden immer weiter, bis sie am Ende versteht, warum es wichtig ist, zusammenzuhalten – denn gemeinsam ist man stärker.

Tick Tack - Auf der Suche

„Ein Stück voller Spannung und Abenteuer sollte es werden, das hatten sich die elf jungen Schauspieler des neuen Schlosstheater-"Kidsclubs" gewünscht. So entstand mit vereinten Kräften das Stück "Ticktack - die große Suche". In knapp 60 Minuten erlebten die Zuschauer dabei die Suche von fünf Mädchen nach ihrer Freundin Sabrina.(...). "Wir wollten mit dem Stück auch zeigen, wie man fremde Situationen gemeinsam meistert und Ängste vor dem Unbekannten abbaut", erklärte Robert Hüttinger nach der Vorführung. Ein Ziel, das mehr oder weniger vordergründig auch für die junge Schauspieltruppe galt.“ 
(Jutta Langhoff, Rheinische Post)

Pressestimmen

Die lächerliche Finsternis

DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS

VON WOLFRAM LOTZ

Team

Mit:
Farahs Emami
Helge Gebel
Robert Hüttinger
Noel Telizin


 

Inszenierung: Holger Runge

Premiere: 19.11.2017 in der Kapelle an der Rheinberger Straße

 

Ein somalischer Pirat bittet vor dem Hamburger Landgericht um Verständnis für seinen Überfall auf das Frachtschiff MS Taipan und beklagt den Verlust seines Freundes Tofdau. Hauptfeldwebel Pellner und der Gefreite Dorsch fahren mit einem Patrouillenboot in die Regenwälder Afghanistans. Ihr Auftrag: Liquidierung eines durchgedrehten Oberstleutnants. Die Reise führt immer tiefer in eine wirr wuchernde Welt, in der koloniale Geschichte und neokolonialistische Realitäten untrennbar miteinander verbunden sind. Immer weiter entfernen sie sich von der sogenannten Zivilisation, hinein in die Wildnis und Dunkelheit. Als der ertrunkene Pirat Tofdau unerwartet in die Geschichte zurückkehrt und in der Finsternis um Hilfe fleht, wird er von Hauptfeldwebel Pellner erschossen. Denn in dieser Erzählung ist kein Platz mehr für einen Fremden. 

Die lächerliche Finsternis

„Der Zuschauer erlebt junge Schauspieler von besonderer Qualität und Spielfreude in gleich mehreren Rollen. Dass das Publikum am Ende in der Kapelle im Dunklen sitzt, dürfte auch an die Aufforderung gekoppelt sein, das eigene Ich neu kennenzulernen." 
(Sabine Hannemann, Rheinische Post)

"Die drei Schauspieler nutzen zudem den ganzen Raum, klettern die Leitern zu den Emporen hoch und laufen und spielen zwischen den Theaterbesucherinnen und - besuchern. So gibt es auch kein aufwändig inszeniertes Bühnenbild und nur wenige Requisiten. Die Schauspieler schaffen es durch ihre lebhafte Art, es so erscheinen zu lassen, als wäre das Publikum mitten im Geschehen." 
(Jasmin Ohneszeit, NRZ)

Pressestimmen

NACH UNS DAS ALL oder DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE

NACH UNS DAS ALL oder DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE

VON SIBYLLE BERG

Team

Junges STM mit Auszubildenden der Sparkasse

Inszenierung: Holger Runge

 

Was tun, wenn in nicht allzu ferner Zukunft die Mehrheit im Netz und auf der Straße gegen die Zumutungen der Demokratie, gegen Fremde und Tofuschnitzel demonstriert? Auf den Mars fliegen! Sechs Frauen haben sich als Teilnehmerinnen in einer Reality-Show beworben. Doch die Rakete kann nur gemeinsam mit einem Mann als Zweierteam bestiegen werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist.

NACH UNS DAS ALL oder DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE

„Gut drei Monate hatten die sieben jungen Leute unter der Leitung des Theaterpädagogen Holger Runge das Bühnenstück „Nach uns das All oder das innere Team kennt keine Pause“ einstudiert. Jetzt feierten sie damit am Mittwoch im Moerser Schlosstheater Premiere. Knapp 90 Minuten lang entführten sie dabei ihr Publikum in eine beängstigende Zukunftswelt voller Demokratieverdrossenheit, Fremdenhass und kriegsähnlichen Unruhen, aus der es nur einen Ausweg zu geben schien, die Neugründung einer neuen, friedlichen und gleichberechtigten Gesellschaft auf dem Mars.“ 
(Jutta Langhoff, Rheinische Post)

„Das Experiment im Schlosstheater gelang. Die Darsteller zeigten eine respektable Leistung vor Auszubildenden und Kollegen samt Vorstandsmitglied Giovanni Malaponti. (…) Auch die Schauspielerei machte der Gruppe Spaß: „Hier kann ich etwas tun, das ich im Alltag nicht tun kann“, meinte Jonas, der einzige Mann im Ensemble.“ 
(Klara Helmes, NRZ)

Pressestimmen