Junges STM

Penguin's Days 2016 | Die Starken 9 und der Fall Azova | Wenn ich was anderes machen würde, würde ich vielleicht nicht immer ans Geld denken | Siegfried | Dass nach dem Tag die Nacht kommt | Punk Rock |

Penguin's Days 2016

PENGUIN'S DAYS 2016

Penguin's Days 2016

 

Unter dem Motto „Eisprung!“ fanden vom 19. Juni bis 1. Juli 2016 die Penguin’s Days statt. Viele der eingeladenen Inszenierungen setzten sich mit Sexualität und Geschlechterrollen auseinander. In den Kinderstücken ging es um kreative Schöpfungsprozesse und neue theatrale Erzählformen. 23 Vorstellungen richteten sich an Kinder ab 2 Jahre, an Teens, Jugendliche und Erwachsene. Umkleidekabinen, Schulaulen, Theaterräume waren die Spielorte der Penguin´s Days. Die Inszenierung „Steh deinen Mann“ beispielsweise thematisierte warum ein Coming Out im Sport noch immer so ein umkämpftes Thema ist. In „Korallenfische sind andersrum“ drehte sich alles um die Auseinandersetzung von Geschlechterrollen und Identität. 

„Schreimutter“ vom Theater Marabu aus Bonn

„Aus dem Lehm gegriffen“ von Thalias Kompagnos aus Nürnberg

„Rumpelstilzchen“ vom Theater Anna Rampe aus Berlin

„Die Pirateninsel“ von der Theaterkiste aus Bergen

„Steh deinen Mann“ vom Boat People Projekt aus Göttingen

„Tschick“ vom Theater Kohlenpott aus Herne

„Korallenfische sind andersrum“ vom Theater zwischen den Dörfern aus Wenningsen

Gastspiele

Goldener Pinguin: „Steh deinen Mann“ vom Boat People Projekt aus Göttingen

Jury-Zitat: „Die Inszenierung „Steh deinen Mann“ des boat people projekts aus Göttingen war das erste Stück, das wir gesehen haben. Dazu war es das beste Jugendstück und das Stück, das am stärksten und längsten nachklingt. (...) Die schauspielerische Leistung von Matthias Damberg war die beste, die wir im Rahmen der Penguin´s Days erlebt haben.“

Goldener Pinguin: „Rumpelstilzchen“ vom Theater Anna Rampe aus Berlin

Jury-Zitat: „Wenn man will, dass sich Kinder ins Theater verlieben, sollte man sich Inszenierungen des Theaters Anna Rampe anschauen.“

Preisverleihung des Goldenen Pinguin's

Die Starken 9 und der Fall Azova

Die Starken 9 und der Fall Azova

Team

KIDSCLUB

Inszenierung: Holger Runge & Maria Filimonov 

Premiere: 13.06.2016 im Studio des Schlosstheaters

 

Was machen neun beste Freunde, wenn sechs Wochen Sommerferien vor ihnen liegen? Freibad, Pommes in der Sonne braten? So was ähnliches hatten sie eigentlich vorgehabt: einen ruhigen Sommer genießen und ausnahmsweise mal keine kniffligen Fälle lösen. Doch Pustekuchen, als die Tageszeitungen plötzlich den Raub eines Fabergé-Eies aus dem Kunsthistorischen Museum Karlsstadt melden, fühlen sich die kleinen Privatdetektive herausgefordert – ihre Suche führt sie zu den merkwürdigsten Personen und spannendsten Orten ihrer Stadt.

 

 

 

Die Starken 9 und der Fall Azova

„Am Montag hatte das Stück im Rahmen der Jugendkulturwoche "Moving Moers" unter dem Titel "Die starken 9 und der Fall Avoza" im Schlosstheater-Studio seine Erstaufführung. (...) Am Ende hatte man vor lauter Aufregung sogar einen ganzen Akt zu spielen vergessen, was aber dem Verständnis des Stückes eigentlich keinen Abbruch tat, und auch den lang anhaltenden, begeisterten Abschlussapplaus der rund 40, überwiegend aus Eltern und Geschwistern bestehenden Besucherschar kein bisschen minderte.“
(Jutta Langhoff, Rheinische Post)

 

Pressestimmen

Wenn ich was anderes machen würde, würde ich vielleicht nicht immer ans Geld denken

WENN ICH WAS ADERS MACHEN WÜRDE, WÜRDE ICH VIELLEICHT NICHT IMMER ANS GELD DENKEN

VON FELICIA ZELLER

Team


Mit:
Zehn Auszubildenden der Sparkasse am Niederrhein

Premiere: 08.03.2016

 

10 Auszubildende spielen in Felicia Zellers Stück „Wenn ich was anderes machen würde, würde ich vielleicht nicht immer ans Geld denken“, das am 8. März 2016 Premiere hatte, merkwürdige „Helden“ unserer Zeit: Von einem Hans, der ungezahlte Rechnungen und Mahnungen ignoriert und fleißig geliehenes Geld ausgibt, von Querolf, der von Beruf kritischer Kunde ist und einer Dichterin, die ihren Arbeitsplatz vermüllt und die Kolleg:innen beleidigt.

 

 

 

Wenn ich was anderes machen würde, würde ich vielleicht nicht immer ans Geld denken

„Seit Jahren machen die Auszubildenden der Sparkasse am Niederrhein immer wieder aufs Neue Theater, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Arbeit auf der Bühne ist Teil ihrer Ausbildung. Sie sollen dabei nicht nur ihre Team- und Stressfähigkeit erproben lernen, sondern vor allem erfahren, wie man gemeinsam als Team neue ungewohnte Anforderungen meistert. (…) Darüber hinaus hatte Holger Runge die eigentlich aus einem Dialog und zwei Monologen bestehenden Episoden so umgestaltet, dass darin nicht nur zwei, sondern alle zehn Azubis mitspielen konnten. Ein dramaturgischer Kniff, der das Publikum an einigen Stellen zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen verleitete und den Akteuren am Ende auch deswegen einen begeisterten Applaus bescherte.“
(Jutta Langhoff, Rheinische Post, 10.03.2016) 

Pressestimmen

Siegfried

SIEGFRIED

VON FERIDUN ZAIMOGLU & GÜNTER SENKEL

Team

Mit:
Dirk Dijksma
Oliver Döring
Helge Gebel
Frederic Hannen
Lea Krell
Simon Lemmer
Regine Meyering
Jannis Otten
Alexander Sonsalla
Noel Telizin
Jan Westerkamp

Inszenierung: Holger Runge

Musikalische Leitung: Jan Lammert

Premiere: Grafschafter Musenhof 

 

Das Junge STM inszenierte „Siegfried“ in einer Fassung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel und ging dabei der Frage nach, ob die Protagonist:innen des großen Heldenepos freie Radikale sind. Die Lichtgestalt Siegfried ist in dieser Spielfassung ein tumber – aber sehr viriler – Muskelprotz. Männer glauben, Frauen zu sein, ein Schwarzer behauptet, ein Zwerg und unsichtbar zu sein... Von jeder Patina befreit, zeigt Zaimoglu/Senkels Neufassung des Nibelungen-Mythos eine von Rücksichtslosigkeit und Brutalität gezeichnete Gesellschaft, in der jeder König sein will, sich aber keiner ums Regieren schert und in der Loyalität nur so lange zählt, wie sie zum eigenen Vorteil gereicht.

Siegfried

„So schonungslos wurden die Protagonisten in diesem neuen Theaterstück des größten „ehrwürdigen“ deutschen Heldenepos wohl noch nie ihrer Vorbildfunktion beraubt. Getrieben von Machtgier und Geltungssucht, morden, huren und fressen sie sich ihrem eigenen Untergang entgegen.
Unter Leitung des Theaterpädagogen Holger Runge spielte das elfköpfige Junge Schlosstheater Moers (STM) mit textsicherer Spielfreudigkeit und viel Talent ein mit Schwülsten, Action und deftiger Hardcore-Sprache überschäumendes Stück, das sich sehr wohl an die historische Vorlage des Nibelungenliedes hielt, in dem jedoch von Ritterehre, höfischem Benehmen und edler Minne nichts mehr zu finden war. Die Kostüme unterstrichen die unkonventionelle Ästhetik der Aufführung ebenso wie das karikierende Spiel der Darsteller. (…)
Der Bruch mit sämtlich geläufigen, heroischen Verklärungen war ein sympathischer dramaturgischer Ansatz. Die Premiere zumindest mit diesem hochbegabten Ensemble begeisterte das anwesende Publikum.“
(Udo Spelleken, Rheinische Post)

Pressestimmen

„Theaterpädagoge Holger Runge dreht diesen ohnehin hochtourig laufenden Siegfried noch ein wenig weiter, indem er im sexualisierten Kontext die Geschlechtergrenzen ordentlich durcheinander bringt. Walküre Brunhild wird von einem spindeldürren Kerl mit Silberhaar in golden-glitzernden Leggings gespielt. Ihre Zofe ist ebenfalls männlich. Giselher ist stockschwul, Gunther ein Schlappschwanz. Zwerg Alberich ist einsneunzig groß und tierisch behaart, auch an den vielzitierten intimen Stellen. Überzeugend in diese prallen Rollen zu schlüpfen – das gelang den jungen Akteuren prima.“
(Karen Kliem, NRZ)

Pressestimmen

Dass nach dem Tag die Nacht kommt

DASS NACH DEM TAG DIE NACHT KOMMT

Team


Inszenierung: Maria Filimonov & Holger Runge

Premiere: September 2015 im Jugendkulturzentrum Bollwerk 107

 

Das Stück basiert auf dem von Tim Etchells. Aus einer Sammlung an Aussagesätzen, die Kinder und Teens von ihren Eltern zu hören bekommen, entsteht ein vielschichtiges Bild der Welt aus Kindersicht, das vor allem auch von Erziehung bis hin zur Zurichtung erzählt, von der Anmaßung, der Hilflosigkeit und Überforderung der Eltern. Der Autor Tim Etchells genehmigt nur Aufführungen von Gruppen, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 10 und 16 Jahren alt sind.

Dass nach dem Tag die Nacht kommt

„Unter der Regie der Theaterpädagogen Maria Filimonov und Holger Runge führten (...) zehn Jugendliche „Dass nach dem Tag die Nacht kommt“ auf und wurden dafür am Ende von rund 100 Zuschauern mit einem langen Applaus und begeisterten Bravo-Rufen belohnt. „Da haben sie uns aber so richtig den Spiegel vorgehalten“, kommentierte dabei eine ältere Zuschauerin das Gesehene mit einem schiefen Lächeln. Und so war es in der Tat. Knapp eine Stunde hatten die jungen Schauspieler wechselseitig und im Chor hunderte von elterlichen Sätzen aneinander gereiht, wobei sie sich zu einigen direkt im Zuschauerraum an bestimmte Besucher wandten, und andere entweder mit verhaltener oder dramatischer Körpersprache untermalten.“
(Jutta Langhoff, Rheinische Post 22.09.2015)

Pressestimmen

Punk Rock

PUNK ROCK

VON SIMON STEPHENS

Team

Mit:
Acht Jugendlichen/jungen Erwachsenen aus dem Literaturkurs am Rheinberger Amplonius-Gymnasium und aus weiteren Schultheater-Inszenierungen

Inszenierung: Holger Runge

Premiere: Schlosstheater Moers

 

„Punk Rock“ erzählt davon, wie eine Schülerin neu in eine teure Privatschule kommt. Dort bereitet sich die künftige Elite des Landes auf die Abschlussprüfungen vor. Die Schüler*innen stehen unter hohem Erwartungsdruck. Sie sind cool, denken an ihre Karriere, schließen wechselnde Allianzen und sind mit querschießenden Hormonen beschäftigt. Daraus ergibt sich eine explosive Mischung, die schließlich in ein Blutbad mündet.

 

 

Punk Rock

„Was dem Publikum bei dem Stück „Punk Rock“ geboten wurde, war kompromissloses Theater. Wieder einmal hat das junge Schlosstheater Moers bewiesen, dass es für eine gute Show wenig braucht. Das Ensemble (…) schaffte es auch ohne aufwendiges Bühnenbild das Publikum zu begeistern. Knallharte Dialoge sorgten für Spannung, Empörung, Stirnrunzeln, Lachen und Staunen.
Staunen insbesondere über die mutige Leistung der jungen Abiturienten. Sie scheuten es nicht, vollkommen auszurasten, sich vulgärer Sprache zu bedienen, lange Texte zu sprechen oder gegeneinander handgreiflich vorzugehen. (...) Inszeniert wurde das dramatische Schauspiel von Holger Runge, der bei so vielen Stücken des jungen Schlosstheaters involviert ist und dessen Aufführungen immer ein wenig unkonventionell und meistens überraschend sind.“
(Lukas Hübinger, NRZ)

Pressestimmen