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Penguin's Days 2015 | Im Westen nichts Neues | Lila/Purple | Dieses Grab ist mir zu klein | Hauptsache Arbeit |

Penguin's Days 2015

PENGUIN'S DAYS 2015

Penguin's Days 2015

 

Penguin´s Days fanden vom 8. bis 18. Juni 2015 unter dem Motto „Avanti, Avanti...!“ statt. Erstmals gab es ein Gastspiel mit einem Akrobatik-Schwerpunkt. Die Gruppe Sur Messure, die mit ihrer Mischung aus Akrobatik, Musik und Jonglage europaweit unterwegs war, machte in Moers Station.

 

Goldener Pinguin: „Die gestiefelte Katze“ vom Theater Zitadelle aus Berlin

Jury-Zitat: „Die Kinder im Zuschauerraum hatten ihren Spaß. Die Erwachsenen auch. Nicht immer wurde an den gleichen Stellen gelacht, aber die unterschiedlichen Generationen wurden angesprochen. Der Spieler hat die Figuren spielen lassen, hat selbst gespielt, ist ein hervorragender Puppen- und Schauspieler, der unterschiedliche Dialekte und Stimmlagen beherrscht.“

Sonderpreis: „Kafkas Verwandlung“ vom Figurentheater Maren Kaun aus Mannheim

Jury-Zitat: „Der Sonderpreis der Penguin´s Days 2015 wird also an Maren Kaun verliehen, da sie mit ihrer Inszenierung von Kafkas Verwandlung gezeigt hat, wie man mit Figurentheater eine anspruchsvolle Erzählung vermitteln und atmosphärisch dicht darstellen kann und gleichzeitig selbst junge Menschen wie die Jury fesselt und noch über die Dauer der Aufführung hinweg mit dem Stück beschäftigt.“

 

Preisverleihung des Goldenen Pinguin's

Im Westen nichts Neues

IM WESTEN NICHTS NEUES

Team

Mit:
Moritz Asmuth
Arthur Bondarenko
Deniz Ercan
Sabine Jüngling
Louis Kittelmann
Lars Mühlen
Jan-Gerrit Pontkees
Elias Schilling
Noel Telizin
Simon Tschauder
Jan Westerkamp
N.N.

Inszenierung: Holger Runge

Musikalische Leitung: Jan Lammert 

Premiere: 16.03.2015 in der Aula des Hermann-Gmeiner-Berufskollegs

 

Erich Maria Remarque erzählt die Geschichte von vier Freiwilligen, die von der Schulbank direkt in den Krieg ziehen. Er schildert die Gräuel der Front, berichtet von den Traumata der Soldaten, von den Hindernissen ihrer Wiedereingliederung, der realitätsfernen Sicht der Zivilgesellschaft auf den Krieg, der Verführungskraft falscher Heldenmythen und der Militärpropaganda. Vor allem die Materialschlachten an der Westfront wurden zum grausamen Sinnbild des Ersten Weltkrieges, in dem der Kampf Mann gegen Mann von dem zwischen Mensch und Maschine abgelöst wurde. Mitten in diesem Kampf verrecken Remarques Protagonisten und Hunderttausende seiner Generation.

 

Im Westen nichts Neues

“Das Junge STM legt eine saubere und beeindruckend gut aufeinander eingespielte Gemeinschaftsleistung hin. Die Musik, die Jan Lammert am Klavier und Tim Schülling am Saxofon zwischen Improvisation und Requiem beisteuern, weckt die richtigen Emotionen im richtigen Augenblick. Da braucht es kein Theaterblut, um zu schaudern.“ 
(Karen Kliem, NRZ)

„Für ein völlig neues Element sorgte der Männergesangsverein Teutonia Schwafheim, der sich kurzfristig zu einer musikalischen Mitwirkung entschieden hatte. Für eine gehörige Portion Gänsehaut sorgten ihre Beiträge, beispielsweise ganz zum Schluss das Lied "Frieden sei dieser Welt beschieden". Viele Worte waren dann nicht mehr nötig, denn die verschiedenen Szenen, die die Geschichte von Paul Bäumer erzählten, wirkten für sich alleine. Von dieser Warte ist das Theaterexperiment unter freiem Himmel gelungen.“ 
(Sandra Hannemann, Rheinische Post)

 

Pressestimmen

Lila/Purple

LILA/PURPLE

VON JON FOSSES

Team

Mit:
Fünf Spieler:innen, drei davon waren Teil der Band Rollin‘ Crew

 

Premiere: 23.02.2015 im Studio des Schlosstheaters

 

Das kurze Stück beschreibt, wie ein Junge seine Freunde motiviert, eine Band zu gründen. Sie haben sich Instrumente und Verstärker besorgt. Besonders begabt sind sie nicht, aber es geht voran. Als ein Mädchen in den Probenkeller hinunterkommt, geraten scheinbar sichere Beziehungen ins Wanken und die Freundschaft zwischen den Bandmitgliedern ist plötzlich nicht mehr unbeschwert.

 

 

Lila/Purple

„Lila passt wunderbar in das Konzept des Schlosstheaters: Schräg, authentisch und zum Nachdenken.“ 
(WAZ)

 

 

Pressestimmen

Dieses Grab ist mir zu klein

Dieses Grab ist mir zu klein

VON DER SERBISCHEN AUTORIN BILJANA SRBLJANOVIC

Team

Mit:
Lina Jarofka
Wolfgang Närdemann
Benjamin Redmers
Fabrice Sell
Noel Telizin

Inszenierung: Holger Runge

Premiere: 14.12.2014 im Studio des Schlosstheaters

 

Das Stück beschreibt, wie sich im Jahr 1914 der jugendliche bosnische Serbe Gavrilo Princip für sein Land engagieren will. Er beteiligt sich an wenig wirksamen Studentenprotesten. Als er erfährt, dass Franz Ferdinand, der österreichisch-ungarische Thronfolger Sarajevo besuchen wird, plant er mit seinem Freund Nedeljko und mit der Unterstützung des nationalistischen serbischen Geheimbunds Schwarze Hand ein Attentat. Er ahnt nicht, dass dem Attentat von Sarajevo der Erste Weltkrieg folgt.

 

 

Dieses Grab ist mir zu klein

„Was hat diese (...) jungen Männer dazu gebracht, für ihre politische Gesinnung meinen, töten zu müssen? Mit genau dieser Frage beschäftigt sich das neueste Stück des Jungen Schlosstheaters Moers “Dieses Grab ist mir zu klein”, das unter der Regie von Holger Runge im Studio am Kastellplatz Premiere feierte. Eine trotz ihres geschichtlichen Kontextes heute noch immer hoch aktuelle Frage, für die es nach wie vor keine wirklich befriedigende Antwort gibt.” 
(Jutta Langhof, Rheinische Post)

Pressestimmen

Hauptsache Arbeit

HAUPTSACHE ARBEIT

VON SIBYLLE BERGS

Team

Mit:
Junges STM mit 12 Auszubildenden der Sparkasse

 

 

 

Die Betriebsfeier einer großen Firma. Für die einen ist es der Höhepunkt des Jahres, für die anderen die Pest. Diesmal hat sich die Geschäftsleitung etwas Besonderes ausgedacht und einen Vergnügungsdampfer angemietet. Auf dessen bunt geschmücktem Tanzdeck verkündet gut gelaunt der Chef, dass zum Wohl der Bilanzen Entlassungen anstehen. Ein Wettbewerb beginnt, Widerstand und Würde sind zwecklos, wenn man seinen Job behalten will. Während oben jeder reihum vortritt und unter der Leitung eines Motivationstrainers intime Beichten ablegt, warum gerade er oder sie nicht gekündigt werden sollte, laufen im Bauch des Schiffs ganz andere Spiele, die selbst den Einsatz von Stromschlägen nicht scheuen.

 

Hauptsache Arbeit

„Das Stück war keine leichte schauspielerische Aufgabe für die zwölf jungen Auszubildenden. Dennoch meisterten sie es erstaunlich gut. So gut, dass ihnen Sparkasssenchef Giovanni Malaponti am Ende ein großes Lob aussprach, wobei er abschließend aber noch einmal ausdrücklich betonte: "Das hier spielte in einem Versicherungsunternehmen und nicht in der Sparkasse am Niederrhein.“ 
(Jutta Langhoff, Rheinische Post)

 

Pressestimmen