Junges STM
Penguin's Days 2014
PENGUIN'S DAYS 2014
Penguin's Days 2014
Unter dem Motto „ALLE & ALLES“ fanden die Penguin's Days vom 16. bis 29. Juni 2014 in Moers statt. Das Thema „Inklusion“ wird seit langem von den Menschen diskutiert, die Schule gestalten. In einem inklusiven Schulsystem gehört das gemeinsame Lernen und Leben von Menschen mit und ohne Behinderungen zur Normalität. Inklusion beschreibt eine Gesellschaft, die die Verschiedenheit der Menschen anerkennt. Anne Tenhaef und Holger Runge, die künstlerischen Leiter der Penguin's Days, griffen das Thema „Inklusion“ auf und definierten es kindgerecht als „ALLE & ALLES“. Inklusion ist kein Verwaltungsprozess, sondern verlangt von allen Menschen, die Gesellschaft mitgestalten, die Anerkennung der Verschiedenheit. Im Theater sind gerade die Menschen, die stören, die auffällig sind und die ihre Macken haben, interessant. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion im Rahmen der Penguin's Days sollte Impulse setzen, die Kindertageseinrichtungen und Schulen aufgreifen können.
„Die Verwandlung“ vom Figurentheater Maren Kaun aus Mannheim
„Rotbällchen“ von Eva Kaufmann aus Berlin
„Gute Nach, kleine Raupe“ vom Figurentheater Maren Kaun aus Mannheim
„Die gestiefelte Katze“ vom Theater Zitadelle aus Berlin
„Stadt Land Baum“ vom KOM’MA Theater aus Duisburg
„Taksi to Istanbul (UA)“ vom Comedia Theater aus Köln
„Sechse kommen durch die ganze Welt – nach den Brüdern Grimm“ von Ciaconna Clox aus Leipzig
„Fillage“ von Sur Mesure aus Belgien
„Rukeli“ vom Theater TKO und dem Choreodrama Romano Theater aus Köln
Gaststücke
Ein Sommernachtstraum
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
VON REBEKKA KRICHELDORF
Team
Mit:
14 Spieler:innen
Inszenierung: Holger Runge
Premiere: 01.06.2014 als Open Air Spektakel im Innenhof des Alten Neuen Rathauses
Das Junge STM bringt William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne – in einer modernen und packenden Neuübersetzung von Rebekka Kricheldorf. Die Inszenierung verbindet die zeitlose Magie des Klassikers mit einem frischen, zeitgenössischen Sprachfluss, der den Zauber und die Verwirrungen der Handlung auf neue Weise erlebbar macht. Von König Oberon, welcher die Feenkönigin Titania als „Schlampe“ betitelt bis hin zu Puck, der die Menschen „bescheuert“ findet, kann sich das Publikum auf eine humorvoll-derbe Neuinterpretation des Stücks freuen.
Ein Sommernachtstraum
„Eindeutig zweideutig. Oberon (Noel Telizin) kommt mit seinem offenen Satin-Bademantel, der blanken Brust, den Cowboy-Stiefeln und dem unvermeidlichen Griff in den Schritt rüber wie ein abgewrackter Lude. Titania (Saskia Wagener) trägt rot-schwarze Spitze zu Lockenwicklern im Haar und hat ihr Sexspielzeug dabei. Elfe Spinnweb (Marcel Wald) ist so was von tuntig und grell geschminkt. Auch die anderen Elfen scheinen eher auf den Kiez statt in den Wald zu gehören. Das Junge STM hat den Sommernachtstraum in eindeutig zweideutiger Richtung interpretiert und schickt den Klassiker ins Milieu. Und entfacht so ein krachend schrill-schräges Spektakel "ohne Liebes-Schnick-Schnack" im Innenhof des Alten Neuen Rathauses.“
(Karen Kliem, Neue Rheinische Zeitung)
Pressestimmen
Der Herr der Fliegen
DER HERR DER FLIEGEN
VON NIGEL WILLIAMS BASIEREND AUF DEM ROMAN VON WILLIAM GOLDINGS
Team
Mit:
neun Jungen im Alter von 9 bis 15 Jahren
Inszenierung: Holger Runge
Choreographie: Anna Städler
Die auf William Goldings Roman basierende Theaterfassung von Nigel Williams erzählt von einigen Schülern, die einen Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel überleben. Nachdem die Gruppe erst die grenzenlose Freiheit genießt, beginnt bald ein immer brutalerer Kampf um die Herrschaft.
Der Herr der Fliegen
"Meeresrauschen spült den Zuschauer ins Geschehen. An den Rand einer Insel, auf der sich schnell die Ereignisse überschlagen werden. Die Bühne in der Mitte, die Zuschauer sich gegenüber, in zwei Gruppen geteilt. Auch die Kinder auf der Bühne werden sich bald gegenüberstehen.
Die Inszenierung von „Herr der Fliegen“, an der Holger Runge und Anna Städler vom Jungen Schlosstheater ein ganzes Jahr mit den Neun- bis 14-Jährigen gearbeitet hat, beeindruckt durch das anspruchsvolle Thema und das Spiel der Kinder und Jugendlichen, die Mut zu Szenen und Rollen zeigen."
(Gabi Gies, Neue Rheinische Zeitung)
Pressestimmen
Das Bankenstück
DAS BANKENSTÜCK
VON LUTZ HÜBNER
Team
Mit:
Auszubindenden der Sparkasse am Niederrhein
Inszenierung: Holger Runge
Premiere: Kundenhalle der Sparkasse am Niederrhein am Ostring
Eine Gruppe Revolutionäre will den Verantwortlichen für die Milliardenverluste der „Bankgesellschaft Berlin“ den Prozess machen, die mit immer neuen Spar-Maßnahmen die Leidensfähigkeit praktisch aller sozialen Gruppen strapaziert. Wutbürger setzen sich zur Wehr. Nato-Truppen greifen ein.
Das Bankenstück
„Kein einfacher Stoff für die zwölf Azubis, die mit ihrem Spiel gut zu unterhalten wussten und dafür reichlich Applaus ernteten. Das „Bankenstück“ war nunmehr das dritte gemeinsame Projekt der Sparkasse am Niederrhein mit dem Schlosstheater. Eine ambitionierte Zusammenarbeit, in der es auch um Werte geht, die nicht überall Teil einer Ausbildung sind. „Es ist eine Herausforderung, sich auf eine Bühne zu stellen“, so Giovanni Malaponti. Eine, der die Sparkassen-Auszubildenden am Ende gewachsen waren."
(Gabi Gies, Neue Rheinische Zeitung)