Paul klaut, Annmarie säuft sich ins Koma und Martin verbarrikadiert sich in seinem Zimmer. John Retallack erzählt in „Risiko“ die Geschichten von fünf Jugendlichen, die alle ihre ganz persönlichen Risiken eingehen müssen. Oder das zumindest glauben zu müssen. Sie suchen vermeintlich das Risiko und sehnen sich doch vor allem danach, akzeptiert zu werden. So wie sie sind.
Die Figuren schildern glaubwürdig ihre Ängste, Unsicherheiten und den Druck, unter dem sie stehen - ihr auf den ersten Blick so unverständliches Handeln wird im Laufe des Stücks plausibel: Es ist ihre Art, sich dem Risikofaktor „Leben“ zu stellen.